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Apple senkt Preise für USB-C-Zubehör und Monitore [Update 2]

USBCAdaptors

Apple scheint von der anhaltenden Kritik an den neuen MacBook Pro Modellen überrascht zu sein und hat angekündigt, in seinen Stores die Preise für sämtliches USB-C-Zubehör ab sofort um bis zu 50 Prozent zu senken. Das löst das grundlegende Problem allerdings nicht.

Fest steht: USB 3 gehört die Zukunft. Und Apple ist wieder einmal unter den Ersten, die den Wechsel zu einer neuen Technologie massiv vorantreiben. Die Frage ist aber, ob der Schritt so radikal sein muss, wie ihn Apple gerade bei den neuen MacBook Pro Modellen vollführt.

Nicht nur Profis beklagen den plötzlichen, kompletten Wegfall herkömmlicher Schnittstellen wie USB 2 und HDMI zugunsten des bisher nur wenig verbreiteten USB-C als alleinige Anschlussmöglichkeit. Viele Anwender möchten ihre vorhandene Peripherie noch eine ganze Weile weiternutzen und würden sich lästige und kostspielige Adapter-Orgien gern ersparen.

Apple reagiert nun mit kräftigen Preissenkungen für USB-C-Zubehörprodukte. Die Angebote sind vorerst nur bis zum 31.12.2016 gültig. Hier als Beispiel einige neue U.S.-Preise:

Apple USB-C auf USB-A Adapter: statt $19 jetzt $9
Apple Thunderbolt 3 auf Thunderbolt 2 Adapter: statt $49 jetzt $29
Apple USB-C-auf-Lightning-Kabel, 1m: statt $25 jetzt $19
Apple USB-C-auf-Lightning Kabel, 2m: statt $35 jetzt $29
Apple USB-C Digital-AV-Multiport-Adapter: statt $69 jetzt $49
Apple USB-C VGA-Multiport-Adapter: statt $69 jetzt $49
SanDisk Extreme USB-C Pro SD UHS-II Kartenleser: statt $49 jetzt $29

Apples Statement im Wortlaut (via Jim Dalrymple):

“We recognize that many users, especially pros, rely on legacy connectors to get work done today and they face a transition. We want to help them move to the latest technology and peripherals, as well as accelerate the growth of this new ecosystem. Through the end of the year, we are reducing prices on all USB-C and Thunderbolt 3 peripherals we sell, as well as the prices on Apple’s USB-C adapters and cables.”


Der Mac-Hersteller scheint erkannt zu haben, dass der Versuch, die Anwender in die schöne neue USB-C-Welt zu schubsen, vielleicht etwas zu heftig war und kommt ihnen nun entgegen. Die Preissenkungen lösen die Probleme nicht, mit denen sich viele Nutzer konfrontiert sehen, sie machen den Marschbefehl Richtung USB-C aber erträglicher.

Unverständlich, dass Apple den neuen MacBook Pro nicht wenigstens einen USB-C-auf-USB-2-Adapter beilegt. Das iPhone 7 wird mit einem Lightning-auf-Klinkenbuchsen-Dongle geliefert, das erstaunlich viel Technik enthält. Mit einem Gratis-USB-2-Kabel hätte man sich viel Kritik ersparen können – ebenso beim 12" Retina MacBook.

Es wäre nicht schlecht, wenn Apple ein kleines, nicht zu teures Thunderbolt-3-Dock anbieten würde, das sämtlichen „Legacy“-Steckern Anschluss bietet: USB 2, HDMI, Firewire 800 und Thunderbolt 1+2. Die Anwendern hätten damit eine akzeptable Übergangslösung und könnten schrittweise mit jedem neu hinzu kommenden Peripheriegerät zu USB 3 wechseln. Die Zubehörspezialisten Belkin und OWC haben ähnliche Produkte bereits angekündigt.

UPDATE 1: Der USB-C-Kram ist nun auch im deutschen Apple Store zu reduzierten Preisen erhältlich.

UPDATE 2: Kurz nach der Ankündigung hat Apple auch die Preise der externen USB-C Monitore von LG drastisch gesenkt: Der 21.5" grosse LG Ultrafine 4K kostet nun nur noch 561 Euro statt 750 Euro. Der 27" LG Ultrafine 5K ist für 1.049 Euro statt 1.400 Euro zu haben. Auch diese Preise gelten vorerst nur bis zum 31.Dezember 2016.


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Quelle: Jim Dalrymple; Bilder: Apple Inc; Text: Thomas Landgraeber;

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