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Test: OmniFocus 2 for iPhone

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Mehr als nur ein Redesign

OmniGroup hat überraschend eine neue Version des Task-Managers OmniFocus für das iPhone veröffentlicht. Diese glänzt mit einer komplett überarbeiteten, an iOS 7 angepassten Oberfläche, einfacherer Bedienung und einigen netten Details.

Nachdem es eine Weile so aussah, als würde es mit der Modernisierung der Omni-Produkte nicht so recht weitergehen, kommen nun gleich drei neue Apps auf den Markt: OmniFocus 2 for iPhone, OmniOutliner 2 for iPad und OmniPlan 2 for iPad. Viele langjährige Anwender hätten es wohl lieber gesehen, wenn zunächst alle drei Versionen von OmniFocus (für Mac, iPad und iPhone) erneuert worden wären.

OmniFocus hat den Ruf, das Productivity-Tool für Mac und iOS schlechthin zu sein. Die Programm-Familie erfreut sich unter "Getting-Things-Done"-Fans grosser Beliebtheit, obwohl die Bedienung von manchen als komplex und wenig komfortabel empfunden wird. Die Gemeinde wartet nun schon seit geraumer Zeit auf Version 2, die mehr Übersichtlichkeit und einfachere Handhabung bringen soll.

Update 24.05.2014:
Mittlerweile ist auch OmniFocus 2 for Mac erschienen (Testbericht).

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Was ist neu?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, OmniFocus 2 for iPhone wäre nur ein Facelift. Doch Ken Case und seine Leute haben viele Details verbessert und es gleichzeitig geschafft, das Produkt wie eine "natürliche" iOS 7 App wirken zu lassen. Apples Design-Richtlinien wurden weitestgehend beherzigt, sodass die Bedienung nun den Konventionen Tausender anderer Apps entspricht.

Das zugrunde liegende Konzept wurde im Wesentlichen beibehalten, sodass man sich nicht allzu sehr umgewöhnen muss. Es klingt wie ein Widerspruch, aber Versuch, die Komplexität der Anwendung mit der simplen Benutzerführung von iOS 7 zu kombinieren, ist durchaus geglückt.

Viele OmniFocus-Nutzer werden den neuen Startbildschirm als Segen empfinden, denn er bietet Schnellzugriff auf die wichtigsten Ansichten. Ganz oben findet sich der Vorschau-Kalender für die nächsten Tage. Darunter gibt es grosse Schaltflächen für die einzelnen Segmente. Ein einheitlicher Farb-Code hilft bei der Orientierung.

Neue Aktionen können jederzeit und in allen Fenstern durch Drücken des entsprechenden Symbols in der unteren rechten Ecke, oder des Plus-Zeichens am oberen Rand erzeugt werden. Möchte man neuen Tasks vorerst keinem Projekt und Kontext zuordnen, landen sie standardmässig in der Inbox. Um schnell mehrere, noch nicht weiter spezifizerte Aufgaben hintereinander einzugeben, tippt man einfach auf den Save+ Button.

Zieht man den Streifen des Vorschau-Kalenders ein kleines Stück herunter, erscheinen zusätzliche Buttons für Sync, Einstellungen und die Suchfunktion. Perspektiven lassen sich wie zuvor als Favoriten markieren und beliebig sortierten. Diese erscheinen dann auf dem Startbildschirm direkt unterhalb des Hauptmenüs.

Um von überall schnell zum Home-Screen zurück zu kehren, braucht man nur den Text-Button oben links in der Ecke etwas länger zu drücken - egal, was dort gerade aktuell angezeigt wird - und sofort ist man wieder auf Anfang. So gut die Usability in weiten Teilen geworden ist, die Projekte-Liste kann trotz einiger Verbesserungen noch immer Rätsel aufgeben.

Der ebenfalls neue Background-Sync sorgt dafür, dass Änderungen nun zeitnah im Hintergrund abgeglichen werden - auf Wunsch auch wenn das Programm nicht aktiv ist.

Was fehlt?
OmniFocus 2 for iPhone ist derzeit nur in Englisch verfügbar und lässt sich vorerst ausschliesslich im Hochformat nutzen. Deutsche Version, Querformat-Modus und Text-Expander-Unterstützung sollen demnächst nachgereicht werden. Nach wie vor können in der iPhone-Variante keine neuen Perspektiven angelegt werden. Möglicherweise wird hinter den Kulissen aber ohnehin an einer anderen Lösung zum Filtern von Aktionen gearbeitet.

Fazit
Die neue Version kommt im iOS-7-Design, viele Details wurden verbessert und die Usability erhöht. Das Programm läuft stabil und schnell - auch auf einem iPhone 4s. Der neue Background-Sync funktionierte im Test gut - von mehrfach duplizierten Perspektiven einmal abgesehen. Anwendern, die OmniFocus bereits seit längerem nutzen, kann man das Upgrade auf jeden Fall empfehlen.

Die Frage ist allerdings, ob die Verbesserungen einen nochmaligen Erwerb rechtfertigen. Denn OmniGroup bittet erneut mit einem Preis von 17,99 Euro zur Kasse. Das liegt daran, dass im App Store grundsätzlich keine Upgrades möglich sind - eine Tatsache, die seit Jahren kontrovers diskutiert wird. Manche Hersteller bieten neue Versionen ihrer Apps deshalb zeitlich befristet zu Sonderpreisen oder sogar gratis an. Omni scheint das bisher nicht für nötig zu halten.

Bewertung

Sehr gut

Preise und Verfügbarkeit
OmniFocus 2 for iPhone ist derzeit für 17,99 Euro (19,99 USD) im App Store erhältlich und erfordert iOS 7.0 oder neuer.


Weiterführende Links
OmniGroup Website

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Bilder: OmniGroup; Text: Thomas Landgraeber

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