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Apples globaler Transparenz-Bericht zu Abfragen von Nutzerdaten durch Behörden

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Deutschland auf Platz 2

Apple hat heute einen weltweiten Transparenz-Bericht über Zugriffe von Behörden auf persönliche Daten von Kunden als PDF veröffentlicht. Danach führen U.S.-Institutionen mit 3.542 Fällen die Liste der häufigsten Abfragen an. Auf Platz 2 findet sich Deutschland mit 2.156 Vorgängen.

Auf den Plätzen 3 und 4 stehen Singapore (1.498) und Australien (1.178), erst danach folgt das als überwachungsfreundlich geltende Vereinigte Königreich (1.028). China ist mit deutlichem Abstand (585) Sechster.

Laut Bericht gehe es nur bei einem Teil der Anfragen um die Herausgabe von Anwender-Daten und Inhalte. In vielen Fällen fänden lediglich Überprüfungen zu Geräten statt, die beispielsweise als gestohlen gemeldet wurden. Persönliche Informationen gebe man grundsätzlich nur gegen Vorlage eines gültigen Gerichtsbeschlusses heraus.

Apple beteuert, dass man kein Interesse an massenhaftem Sammeln von Daten habe, gleichzeitig aber per Gesetz dazu verpflichtet sei, bestimmte Informationen unter Auflagen zu übermitteln.

"We have no interest in amassing personal information about our customers. We protect personal conversations by providing end-to-end encryption over iMessage and FaceTime. We do not store location data, Maps searches, or Siri requests in any identifiable form."


In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass der Konzern bis zum heutigen Tag keine einzige Anfrage auf Grundlage des USA Patriot Acts erhalten habe. Sollte sich das in Zukunft ändern, werde man man versuchen, sich dagegen zu wehren, heisst es.

Apple has never received an order under Section 215 of the USA Patriot Act. We would expect to challenge such an order if served on us."


Die Firma drückt zudem ihre Besorgnis darüber aus, dass die U.S.-Regierung die Veröffentlichung detaillierterer Berichte zu Abfragen von Kundendaten verbietet. Man widerspreche ausdrücklich solchen Restriktionen und habe diese Haltung bereits in Gesprächen mit verantwortlichen Regierungsstellen zum Ausdruck gebracht. Die Anwender hätten ein Recht darauf, transparent über die Details der Abfragen informiert zu werden.

"We strongly oppose this gag order, and Apple has made the case for relief from these restrictions in meetings and discussions with the White House, the U.S. Attorney General, congressional leaders, and the courts."


Apple hatte bereits im Juni dieses Jahres Berichten widersprochen, wonach die NSA praktisch ungehinderten Zugriff auf die Firmenserver und damit auf Informationen der Anwender erhalte.

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Grafiken: Apple Inc; Screenshot & Text: Thomas Landgraeber

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