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Apple stellt iCloud vor

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Einfacher Abgleich von Daten und Inhalten über mehrere Geräte hinweg
Die neue Apple-Wolke war Steve Jobs letzter Tagesordnungpunkt bei der heutigen WWDC-Keynote. iCloud ersetzt Apples bisherigen Online-Dienst MobileMe, wird im Gegensatz zu diesem aber in weiten Teilen kostenlos sein und feiert wie iOS 5 „im Herbst“ Premiere. Der neue Service bietet neben eine @me.com E-Mail-Adresse umfassende Sync- und Backup-Funktionen - nicht nur für Kontakte, Termine und Lesezeichen, sondern auch für Dokumente, Fotos, Apps und iTunes-Inhalte.

Ausserdem wird es einen erweiterten, kostenpflichtigen iTunes-Sync-Service namens iTunes Match geben, mit dem (zunächst nur U.S.-amerikanische) Anwender ihre iTunes-Bibliothek nach bereits vorhandenen, auch selbst gerippten Songs durchsuchen lassen und zum Festpreis von 25 Dollar pro Jahr komplett in der Cloud verfügbar machen kann. Egal, in welcher Qualität die Songs beim Anwender vorliegen, sie werden in Apples magischer Wolke zu DRM-freien AAC-Dateien in „iTunes Plus Qualität”.

iCloud soll den Austausch und Abgleich von Daten über mehrere Geräte und Plattformen hinweg erheblich vereinfachen. Der User entscheidet, welche Inhalte er über die Wolke synchronisieren möchte und fortan werden alle neuen Daten und Änderungen automatisch auf die anderen autorisierten Geräte übertragen.

Insgesamt stehen dem Anwender in der Gratis-Wolke 5 GB Online-Speicherplatz zur Verfügung. Apple verzichtet auf Werbung und legt sogar noch einige interessante Features drauf, die es bisher nicht gab. So lassen sich auf allen angemeldeten Geräten sämtliche im iTunes Store gekauften Produkte anzeigen und individuell auf das jeweilige Device herunterladen.

iCloud erlaubt auch den einfachen Abgleich von Dokumenten. Die Funktion steht nicht nur Apple-eigenen Anwendungen wie Pages, Numbers und Keynote zur Verfügung, sondern Dank entsprechender API auch Drittanbieter-Apps, wenn deren Entwickler die Anwendungen entsprechend anpassen.

Foto-Sammlungen werden übrigens nur auf Mac und PC komplett lokal gespeichert, auf iOS-Geräten stehen lediglich die letzten 1.000 Bilder zur Verfügung - laut Apple ein Tribut an den begrenzten Speicherplatz der iOS-Devices.

Neu ist auch die Möglichkeit, komplette Backups in der Cloud abzulegen, sodass man z.B. bei einem neu angeschafften Gerät einfach nur seine Apple-ID eintippen muss, um sofort Zugriff auf sämtliche Inhalte zu haben. Hier wird jedoch der auf 5 GB begrenzte Speicherplatz für viele Anwender bereits ein erstes Hindernis darstellen. Von einer Möglichkeit, den Speicherplatz gegen Aufpreis zu erhöhen war bisher keine Rede.

Bilder: Apple Inc; Text: Thomas Landgraeber

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