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Was kostet eigentlich ein Twitter-Follower?

TweetyBuck
Kostspieliges Gezwitscher
Wenn ein Internet-Dienst kostenlos angeboten wird, ist der Nutzer die Ware - das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Seit Twitter im vergangenen Frühjahr seine eigene, auf bezahlten Tweets basierende Werbeplattform einführte, fragen sich manche User, was ein Klick auf eine solche Botschaft den Kunden wohl kosten und Twitter einbringen könnte. Der Website Click Z ist neulich eine Mail des Twitter-Verkaufsteams in die Hände gefallen - mit interessanten Details zu Preisen und Konditionen.

Demnach wird in Twitters Werbe-Portfolio zwischen Promoted Accounts und Promoted Tweets unterschieden. Ein neuer Follower sollte dem Kunden zwischen 2,50 und 4,00 US-Dollar Wert sein. Für Klicks, Retweets, Replies und Favorisierungen von Promoted Tweets werden jeweils zwischen 0,75 und 2,50 US-Dollar in Rechnung gestellt.

Das sind sehr selbstbewusste Preise. Doch das ist noch nicht alles. Werbekunden müssen ferner einen Mindestumsatz zwischen 15.000 und 25.000 US-Dollar innerhalb von drei Monaten garantieren, bereits über eine „etablierte Twitter-Präsenz“ mit mindestens 50 Tweets pro Account verfügen, Erfahrung in Sachen Suchmaschinen-Optimierung, Adwords oder Facebook-Kampagnen mitbringen und die Bereitschaft zeigen, Twitter „eine Menge Feedback“ zu liefern.

Angesichts des geringen Rauschabstands im Echtzeit-Web wirken die Bedingungen auf den ersten Block nicht besonders attraktiv. Bisher gibt es allerdings noch keine offiziellen Zahlen darüber, wie erfolgreich Twitter mit diesem Angebot ist, da es sich noch immer in der Betaphase befindet. Ähnliches gilt für Apples iAd-Netzwerk.

Berichten der Fachpresse zufolge werden die Commercials beider Plattformen von den meisten Anwendern akzeptiert und von manchen wohl auch genutzt. Letztlich werden Preis und Effizienz über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, wie in anderen Medien auch.

Quelle: Click Z; Text: Thomas Landgraeber

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