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Retina MacBook Pro: Akkutausch ist kompliziert

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Service-Techniker müssen Lehrgänge machen

Die neuen 15" MacBook Pro mit Retina Display sind nicht so leicht zu reparieren, wie die klassische Alu-Unidody-Baureihe. Das flache Gehäuse erfordert neuartige Lösungen bei der Unterbringung der Komponenten. Wie TUAW berichtet, müssen Mac Geniuses in den Apple Retail Stores und Techniker bei autorisierten Service Providern zwei Online-Lehrgänge nebst Prüfung absolvieren, um die Qualifikation zu erhalten, die neuen Modelle zu reparieren. Dabei sind neue Details zum Austausch der Akkupacks bekannt geworden.

Apple weist die Techniker darauf hin, dass die nicht mehr vom Anwender selbst zu wechselnden Strombeutel keine Austauschteile sind, die ersetzt werden. Stattdessen soll das komplette Top Case (mit Tastatur, Trackpad und Abdeckplatte) ausgetauscht werden. Die Akkupacks sind also mit dem Top Case verklebt. Das erklärt zum Teil die bis zu 50 Prozent höheren Servivce-Kosten für diese Massnahme im Vergleich zu den Vorgängern.

Ganz neu ist das Prozedere nicht. Schon bei den Alu-Unibody-Modellen wird bei bestimmten Reparaturen gleich die ganze Oberschale ersetzt - wenn zum Beispiel Flüssigkeit in die Tastatur gelaufen ist. In den Lehrgängen wird den Technikern genau erklärt, wie sie mit solchen Schadensbildern umzugehen haben - das zeigt ein PDF zu den Trainingskursen, das bei 512pixels.net zu besichtigen ist.

Das Problem beim Austausch des Top Cases ist, dass dafür das Mainboard und das Display entfernt werden müssen - ein Aufwand, den letztlich der Kunde bezahlt.

Es ist technisch durchaus möglich, auch in ein sehr flaches Notebook-Gehäuse einen austauschbaren Akku einzubauen, allerdings gehen dabei einige Kubikzentimeter an nutzbarem Raum verloren. Nicht nur das Extra-Gehäsue für die Batterie braucht Platz, auch die geräteseitige Halterung dafür und die Anschlüsse. Im Endeffekt steht weniger Raum für die eigentlichen Akkuzellen zur Verfügung.

Hier hat sich Apple also für mehr Akkuleistung und gegen einfachen Service entschieden. Ein Kompromiss, mit dem die meisten Anwender einverstanden zu sein scheinen, wenn man den Erfolg des bauähnlichen MacBook Air sieht. Dass die Akkus jetzt mit dem Top Case verklebt sind, ist allerdings neu und macht den Austausch ungleich komplizierter.

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Quelle: TUAW; Screenshot & Text: Thomas Landgraeber

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