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Bloomberg: Palm steht zum Verkauf



Einem Bericht des Börsendienstes
Bloomberg zufolge soll die Firma Palm in Kürze verkauft werden. Goldman Sachs und Qatalyst Partners seien mit der Suche nach einem Käufer für den angeschlagenen Hersteller von Smartphones beauftragt worden. Als mögliche Interessenten werden HTC und Lenovo genannt.

Trotz grosser Bemühungen und neuer Produkte musste Palm zuletzt Verkaufszahlen verkünden, die deutlich unter den Erwartungen lagen. Ausserdem fehlen der Firma angeblich die Mittel, um allein im Wettbewerb gegen die Grossen der Branche bestehen zu können. Dazu gehören u.a. RIM, HTC und Apple.

Palm ist eine Firma mit Tradition und war einst sehr erfolgreich. Sie gilt als Wegbereiter einer ganzen Generation von Handheld Computern und Organizern und besitzt zahlreiche Hard- und Software-Patente. Allerdings hatte Palm lange Zeit Schwierigkeiten, den erfolgreichen Smartphone-Modellen der Konkurrenz etwas entgegen zu setzen.

Zwar holte Fred Andersson, der frühere Finanzchef von Apple, 2007 Jon Rubinstein als CEO an Bord, doch konnte der ehemalige Leiter der iPod-Sparte bei Apple das Unternehmen bisher nicht zum erhofften Erfolg führen. Das unter seiner Regie entstandene WebOS gilt als vielversprechend, bietet aber zu wenig Neuerungen und kam letztlich zu spät, um die neueren Palm Modelle Pre und Pixi zu Verkaufsschlagern zu machen.

Palm ist auf dem nordamerikanischen Smartphone-Markt der sechstgrösste Anbieter und hat einen Börsenwert von 870 Millionen US-Dollar. Der Kurs der Unternehmensaktie fiel in diesem Jahr bereits um 60 Prozent. Nun soll ein Verkauf des Unternehmens schlimmeres verhindern.

Ob sich einer der genannten Interessenten tatsächlich zum Kauf der Firma entschliessen wird, bleibt offen. HTC ist bereits mit zahlreichen Modellen erfolgreich am Markt vertreten, könnte sich aber für den gerichtlichen Streit mit Apple um Patente neu munitionieren. Und auch für Lenovo wäre die Übernahme eine Option. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben künftig verstärkt in der Sparte Handheld Computer engagieren.

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Via: Bloomberg; Bild: Palm; Text: Thomas Landgraeber

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