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Australische Billig-Fluglinie bietet Bord-iPads für 7 Euro


Jetstar macht den Anfang: Mehrere Fluggesellschaften haben anscheinend Interesse am iPad als persönliches Unterhaltungssystem für ihre Fluggäste. Nachdem vor einigen Wochen der Ausrüster Bluebox Avionics bekannt gab, mit dem neuen Bluebox Ai (Bericht) noch diesen Sommer ein solches IFE-System auf den Markt zu bringen, startet die australische Low-Cost-Airline Jetstar Ende Juni einen zweiwöchigen Praxistest, um herauszufinden, was die Kunden davon halten.

Auf ausgewählten Flügen von mehr als 90 Minuten Dauer können Passagiere zum Preis von 10 australischen Dollar (derzeit 6,88 Euro) für den Aufenthalt an Bord ein iPad mieten, das mit Filmen, TV-Sendungen, Büchern, Musik und Spielen vollgepackt ist. Wenn der Test erfolgreich ist und die Kunden das Angebot mögen, könnte bis zum Jahresende die gesamte Jetstar-Flotte mit iPads ausgerüstet werden.

Bluebox Avionics bietet den Fluggesellschaften individuell auf ihr Angebot und ihr Corporate-Design zugeschnittene iPad-Apps und arbeitet bei diesem Test mit Stellar Inflight (Flash-Seite) zusammen - einem bekannten Content-Provider in der Luftfahrt-Industrie. Insiderkreisen zufolge sollen momentan mehrere Airlines den Einsatz von iPads als IFE prüfen, auch einige grosse. Deshalb wird dieser Test in der Reisebranche sicher viel Beachtung finden.

Bisher sind nur wenige technische Details bekannt und einige Fragen sind ungeklärt. Zum Beispiel, wie die iPads aufbewahrt und geladen werden. Hierfür würden sich spezielle Trolleys eignen, die statt Catering- nun Digital-Tabletts aufnehmen und die Einheiten während der Bodenzeiten automatisch über den Dock-Connector mit Energie und Updates versorgen.

Oder die Frage, in wie weit sich die Airline-iPads äusserlich eindeutig von normalen Modellen unterscheiden, damit das Kabinenpersonal nicht versehentlich mitgebrachte Geräte der Passagiere einsammelt, oder Streit über diese Frage entsteht.

Unbekannt ist derzeit auch, welchen Chapters die Reinigung und Desinfizierung der Touch-Devices zugeordnet wird. Ständiges Aus- und Einladen möchten die meisten Fluggesellschaften aus Zeit- und Kostengründen sicher vermeiden. Drücken sparsame Airlines ihren Kunden einfach ein Reinigungstuch in die Hand?

Text: Thomas Landgraeber

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