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Avid trennt sich von Consumer-Sparten

AvidProProducts

Konzentration auf professionelle Audio- und Videoprodukte

Wie Avid Technology heute in einer Pressemeldung mitteilte, trennt sich das Unternehmen von sämtlichen Consumer-Marken, die in den vergangenen Jahren aufgekauft wurden. Künftig will man sich ausschliesslich auf ProTools und die professionellen Videobearbeitungs- und Storage-Lösungen von Avid konzentrieren. M-Audio geht an inMusic, der Mutterfirma von Akai Professional, Alesis, Alto, ION, Mixmeister und Numark. Im Videobereich übernimmt der kanadische Software-Hersteller Corel alle Avid und Pinnacle Consumer-Produkte. Mit dem Verkauf wechselt auch ein Teil der Mitarbeiter zu inMusic und Corel.

Avid begründet den Schritt mit der Tatsache, dass die Consumer-Sparte nur einen geringen Anteil am Gesamtumsatz der Firma hat. Mit der Entwicklung neuer Produkte möchte man den Marktanteil im Enterprise- und Profibereich noch deutlich ausbauen. Zudem lassen sich in diesem Segment wesentlich höhere Erträge erzielen.

In Branchenkreisen wurde bereits seit einiger Zeit darüber diskutiert, was Avid eigentlich mit den vielen über die Jahre aufgekauften Marken anfangen wird. Zwar wurde das Angebot etwas gestrafft und ein Teil von Pinnacle an Hauppauge verkauft, doch das Portfolio blieb etwas unübersichtlich. Da es in letzter Zeit kaum noch neue Produkte z.B. von M-Audio gab, wurde schon gemunkelt, Avid könnte sich von einigen Marken trennen, oder ganze Produktreihen aufgeben.

In der Pressemitteilung weist Avid zwar darauf hin, dass die unter M-Audio vertriebenen FastTrack Audio-Interfaces weiter entwickelt werden sollen, doch es ist abzusehen, dass man sich im Prosumer-Audiobereich künftig auf die ProTools Mbox-Modelle konzentrieren wird. Über die Zukunft der Sibelius- und Euphonics-Produkte wurde bisher nichts bekannt. Diese scheinen weiter im Angebot zu sein.

Für viele Audio- und Videoprofis ist die geplante Fokussierung sicher eine gute Nachricht. Avid wird den Low-End-Bereich los und kann sich auf die Entwicklung neuer Produkte und Verbesserungen am verbliebenen Angebot konzentrieren.

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Quelle und Foto: Avid; Text: Thomas Landgraeber

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